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    Marles­grube – Depenau

    Olaf Pokorny Mittwoch, 30. August 2017, 8:35 Uhr │ Lübecks Gänge und Höfe
    (zuletzt geändert am 25. November 2020, 18:00 Uhr)

    Gänge und Höfe · Stadtrundgang · Durchgänge · Marlesgrube · Depenau · Durchgang (Marlesgrube–Depenau) · Marien Quartier · Lübeck

    Der Name dieses Ganges ist Programm. Die Geschichte des Durch­gangs von der Marles­grube 56 zur Depenau 45 reicht bis ins Jahr 1300 zurück, wobei die urkundliche Erst­erwähnung erst aus dem Jahr 1475 stammt.

    Stadtplan: Lübeck, Marlesgrube 56

    Lübeck, Marles­grube 56
    Daten von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL.

    Obwohl der Durch­gang zwischen Marles­grube und Depenau vermutlich schon seit dem 16. Jahr­hundert existiert, trug er nicht immer so einen vergleichs­weise einfalls­losen Namen. Zwar findet man aus dieser Zeit Bezeichnungen wie „dor­gander Hagen“ oder „Im dohr­gange“, um 1770 jedoch sind auch Namen wie Hasen­hof, Schlachter­hof und ab 1785 Ode­wahns Hof zu finden [1].

    Foto: Durchgang, Marlesgrube 56

    Durch­gang, Marles­grube 56 (zur Depenau)
    Veröffentlicht unter einer Fair-Use-Policy.

    In den 1930er Jahren befand sich hier, vermutlich in Haus Nr. 1, der Lübecker Haupt­stütz­punkt der Sozialis­tischen Arbeiter­partei Deutsch­lands (SAPD). Auch ein gewisser Herbert Frahm alias Willy Brandt soll hier gewohnt haben…

    Foto: Durchgang, Marlesgrube 56, Innenhof

    Durch­gang, Marles­grube 56 (zur Depenau), Innen­hof
    Veröffentlicht unter einer Fair-Use-Policy.

    Der Vollständigkeit halber hier noch der Blick in diesen Gang von der Depenau aus gesehen:

    Foto: Durchgang, Depenau 45

    Durch­gang, Depenau 45 (zur Marles­grube)
    Veröffentlicht unter einer Fair-Use-Policy.


    Literatur

    Archiv der Hanse­stadt Lübeck, Bau- und Architektur­geschichte, Stadt­entwicklung in Lübeck:

    [1] Dokument AM.01: Malerei – Marles­grube 1‑75

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    2 Kommentare zu „Durch­gang,
    Marles­grube – Depenau“

    Die folgenden Kommentare geben ausschließlich die persönlichen Gedanken, Meinungen und Ansichten der Kommentierenden wider.

    1. Rohde
      Montag, 28. September 2026, 23:38 Uhr

      Ich kenne diesen Durchgang seit meiner Kindheit. Meine Großmutter schickte mich zu Oma Schmidt, die Frau mit den heilenden Händen, die meine Warzen an den Fingern durch „Besprechen“ tatsächlich verschwinden ließen.
      In dem Gang wohnt auch Oma D., deren Tochter Drillinge bekam. Aufgrund der Wohnungsnot wohnten alle zusammen in diesem Ganghaus. Der Schwiegersohn wurde mehrmals beim Wohnungsamt vorstellig, erzählte die beengte Wohnraumsituation, doch er wurde immer wieder vertröstet – bis zu dem Tag, als er seine Drillinge in den Kinderwagen setzte, mit ihnen zum Wohnungsamt fuhr, sie dort „parkte“, mit dem Hinweis, daß er seine Drillinge erst wieder abholt, wenn seiner Familie kurzfristig eine Wohnung zugewiesen bekommt. Wenige Stunden später ging sein Wunsch in Erfüllung…

      Antworten
      • Olaf Pokorny
        Dienstag, 29. September 2026, 11:01 Uhr

        Vielen Dank für diese spannenden und persönlichen Einblicke in das Gangleben, liebe Frau Rohde. Dank solcher Beiträge wird dieser Blog zum Leben erweckt!

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