Spönkenhof
Lassen wir nun die Große Gröpelgrube hinter uns und begeben uns in den Langen Lohberg. An der Marienschule vorbei, befindet sich ein Stück weiter auf der linken Straßenseite, mit der Hausnummer 21, der Spönkenhof.

Lübeck, Langer Lohberg 21
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Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. In den Annalen der Lübecker Geschichte findet sich kein Hinweis darauf, dass der Spönkenhof jemals ein Stiftshof für bedürftige Menschen war, wie die meisten anderen Höfe. Sowieso gibt der Name einige Rätsel auf. Prof. von Lütgendorff vermutet, er geht auf den Kleinweber Carsten Spenken zurück, der 1618 den Bürgerstand erlangte [1].

Spönkenhof, Langer Lohberg 21
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Doch bereits im 15. Jahrhundert ist dieser Hof bekannt. 1411 beschlagnahmte der Neue Rat den Besitz des Ratsherrn Tydericus von Aken, u. a. wohl auch diesen Hof. Die Eingangspforte zwischen den Häusern ist schon lange nicht mehr vorhanden und so zeigt sich noch heute ein offener und breiter Eingang zu einem hellen und freundlichen Innenhof.

Spönkenhof, Innenhof, Langer Lohberg 21
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[1] Lübeck zur Zeit unserer Großeltern, Teil III: Stifte, Höfe, Gänge; Prof. W. L. von Lütgendorff, Lübeck 1936; S. 110 f